Der perfekte Junggesellenabschied – die Planung

Tagsüber beim Paintball austoben und danach mit den Jungs in der Lieblingsbar versacken?
Mit den Mädels in Amsterdam bis in die Morgenstunden tanzen?
Die Erwartungen an einen Junggesellenabschied sind sehr unterschiedlich.
In einem sind sich jedoch alle einig:
Der Abschied des Junggesellen-Daseins muss gebührend gefeiert werden. Eine Hochzeitx bedeutet zwar nicht das Ende ausschweifender Partys, dennoch gehört ein symbolischer Abschied der wilden und freien Zeiten dazu. Dabei verbringen die Mädels und Jungs getrennt voreinander einen amüsanten Tag, welcher meistens von den Trauzeugen organisiert wird.
Wir haben hier einige hilfreiche Tipps für die Organisation des perfekten JGA zusammengestellt.

Wann findet der JGA statt und wann beginne ich mit der Planung?

Der JGA sollte auf keinen Fall am Abend vor der Trauung stattfinden sollte. Schließlich möchte niemand am nächsten Tag müde und verkatert vor den Altar treten.
Allerdings ist es auch nicht optimal, wenn der Termin zu weit vom Hochzeitsdatum entfernt liegt.
Zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit ist ein sehr guter Zeitrahmen.

Auch wenn du gerne spontan bist ist es ratsam, zwei bis drei Monate vorher mit der Planung zu beginnen. Vielleicht weißt du schon, was ihr Unternehmen wollt. Vielleicht möchtest du diesbezüglich auch die anderen Teilnehmer mit einbeziehen.
Aber lasse dir als Trauzeuge nicht komplett die Fäden aus der Hand nehmen und diskutiere nicht jede Kleinigkeit mit den anderen Gästen.
Zunächst ist es sinnvoll, den groben Rahmen zu stecken. Macht ihr einen Wochenendausflug in eine andere Stadt, einen Kochkurs, einen gemütlichen Barabend oder kombiniert ihr verschiedene Ideen?
Als erstes solltest du eine ungefähre Ahnung davon haben, was ihr Unternehmen möchtet.
Im nächsten Schritt ist es wichtig, alle Beteiligten zu informieren, damit ihr euch auf ein Datum einigen könnt.

Wie viele Leute sollten an einem JGA teilnehmen und muss ich auch Menschen einladen, die ich als Organisator nicht mag?

Bei zu wenigen Teilnehmern kann es passieren, dass nicht so richtig gute Stimmung aufkommt. Es sollten aber auch nicht zu viele Menschen sein. Insbesondere, wenn die Erwartungen der Leute an dieses Ereignis sehr weit auseinandergehen, ist es ratsam, wenn nicht so viele mitmischen. Wenn du etwa fünf bis fünfzehn Personen einlädst, läuft alles bestens.

Für die Gute Laune ist es natürlich besser, wenn sich die Teilnehmer untereinander gut verstehen. Um Streit und Enttäuschungen zu vermeiden, ist es allerdings ratsam, bei diesem besonderen Ereignis über deinen Schatten springen. Es ist eine Veranstaltung für die Braut, beziehungsweise den Bräutigam. Du stehst dabei als Organisator nicht im Mittelpunkt, daher ist eine gewisse Toleranz deinerseits angemessen.

In welchem Rahmen stecke ich das Budget für den JGA und was ist, wenn uns nicht genügend Geld zur Verfügung steht?

Die Kosten werden von den Teilnehmern übernommen und unter diesen gerecht verteilt werden. Daher sollte der finanzielle Rahmen begrenzt sein, sodass niemand aus Kostengründen nicht am JGA teilnehmen kann. Ein Budget von circa 50 bis 100 Euro pro Person ist angemessen. Die Hauptperson zahlt natürlich nichts, ihre oder seine Kosten teilt ihr am besten unter euch auf.

Falls ein Großteil der Freunde dieses Budget nicht aufbringen kann oder es nicht möchte, gibt es auch eine andere Möglichkeit der Finanzierung. Viele Spiele sind dafür geeignet, Geld in eure Abendkasse zu bringen.
Zum Beispiel könnt ihr unter den Passanten in der Fußgängerzone eine Flasche Sekt versteigern. Oder ihr entscheidet euch für den allseits beliebten Bauchladen und lasst die Hauptperson Süßigkeiten, Kondome, Piccolos und andere kleine Dinge auf der Straße verkaufen.
Wenn euch das zu peinlich ist, könnt ihr auch ein kostengünstiges, gemeinsames Koch-Event zu Hause starten oder eine Radtour mit einem Picknick organisieren.

Wie sollte dieser Abend nun genau aussehen? Soll ich die Hauptperson vorher über den JGA informieren oder ist es besser, sie oder ihn zu überraschen?

Die Feier des Abschieds als Junggeselle sollte individuell sein und zu der Person passen, die heiratet. Lange waren Kneipentouren und peinliche Spiele in der Fußgängerzone für einen JGA Pflichtprogramm.
Heutzutage ist dieser Trend überholt. Es wird wird immer größer und spektakulärer gefeiert. Einige Gruppen feiern zum sogar in Prag oder Amsterdam. Das ist natürlich keine Pflicht, ihr müsst nicht jedem Trend folgen.
Der Spaßfaktor steht nach wie vor im Vordergrund. Ihr könnt Paintball spielen oder an einem Bierbrauseminar oder einer Weinverkostung teilnehmen. Den Stripper oder die Stripperin könnt ihr auch weglassen und stattdessen selbst zur Stange greifen, zum Beispiel bei einem Pole Dance-Crashkurs. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Wie wäre es, wenn ihr mit jedem Barkeeper oder Kellner, der euch über den Weg läuft, ein Selfie macht?
Oder ihr bereitet ein Fotobuch vor, in dem an diesem Abend jeder Teilnehmer etwas persönliches für die Braut oder den Bräutigam schreibt.
Ihr könnt auch auf der Straße Ehepaare interviewen, nach Ehegeheimnissen fragen und die Antworten in einem Buch festhalten.

Oftmals werden diese Abende komplett als Überraschung geplant. Dabei wird der Hauptperson auch nicht der Termin verraten.
Dafür könnt ihr euch unter einem Vorwand mit der Person, die heiratet, verabreden, und als Überraschung findet dann der Junggesellenabschied statt.
Manche Leute werden allerdings nicht gern überrascht, entscheide dies bitte nicht nach deinen eigenen Vorlieben. Du kennst die Braut oder den Bräutigam sehr gut und kannst sicher einschätzen, wie er oder sie auf Überraschungen reagieren würde.

Bedenke bitte, dass sich Braut und Bräutigam nach wochenlangem Stress mit der Hochzeitsplanung, entspannen sollen, um diese Feier genießen zu können. Das Event darf auf keinen Fall ausgerechnet für den Star des Abends unangenehm sein.
Daher ist es auch ihr oder sein gutes Recht, bestimmte Aktivitäten abzulehnen. Überlege im Vorfeld gut, ob deine geplanten Attraktionen auch der Hauptperson gefallen würden. Es darf peinlich sein, sollte aber nicht ausarten.

Gibt es sonst noch etwas zu beachten?

Damit der JGA keine langweilige Pflichtveranstaltung Veranstaltung wird, sorge für eine gute Stimmung innerhalb der Gruppe. Es ist deine Aufgabe die Teilnehmer zu motivieren, an einem Strang zu ziehen.
Durch T-Shirts, speziell für diesen JGA, oder Kostüme zu einem bestimmten Motto, entsteht schnell eine positive Gruppendynamik. Zusätzlich könnt ihr euer Outfit mit lustigen Accessoires aufpeppen.

Damit sich niemand langweilt, achte darauf, dass alle zu jeder Zeit mit einbezogen werden.
Überlege dir interessante JGA Spiele und lustige Aufgaben, bei denen nicht nur die Braut oder der Bräutigam in Aktion ist.
Für die gute Stimmung ist es wichtig, dass die gesamte Gruppe gut gelaunt und hoch motiviert mit dabei ist.
Und eines darfst du auf keinen Fall vergessen: Fotos, Fotos und nochmals Fotos. Somit habt ihr noch lange eine tolle Erinnerung an dieses tolle gemeinsame Erlebnis.
Die Bilder sind auch sehr gut als Geschenk für die Hochzeit geeignet, zum Beispiel in Form eines Fotobuchs.

Einige Brautpaare feiern ihre Hochzeit unter einem bestimmten Motto. Dieses spiegelt die Interessen der beiden wider. Wenn es ein solches Motto gibt, berücksichtige dieses auch beim JGA.

Als Trauzeuge und Organisator des JGA heißt es für dich, über den gesamten Zeitraum einen klaren Kopf zu bewahren. Auch wenn sich alle Teilnehmer hemmungslos betrinken, behältst du den Überblick.
Bewahre dabei vor allem die Braut oder den Bräutigam vor unangenehmen Fehltritten, die sie später bereuen würden.


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